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Die armenische Frau und das 20. Jahrhundert. Hripsime Simonjan. Online Ausstellung

Juli 11 - Juli 13

Hripsime Simonyan (1916-1998)

Hripsime Simonjan wurde 1916 in Kars geboren. 1945 absolvierte sie die Abteilung der Bildhauerei in der Akademie der Bildenden Künste in Tiflis (unter Jakob Nikoladse und Sergo Kobuladse). Nach Studienabschluss gründete sie in Jerewan die Abteilung für Angewandte Kunst unter der Künstler-Union Armeniens und leitete sie bis 1975.

Hripsime Simonjan, 1940er  

1947 wurde in Jerewan die Porzellanfabrik gegründet und Hripsime Simonyan entwarf, als eine deren ersten Künstlerinnen, eine Reihe kleiner Skulpturen und Geschirrsammlungen für die Massenproduktion.

Die Künstlerin legte einen langen professionellen Werdegang zurück. Sie ist die Mitbegründerin der armenischen angewandten Kunst. Seit 1956 war sie Leiterin der Keramikabteilung am Jerewaner Institut für Bildende Kunst und Theater․

Hripsime Simonjan, 1984

Das Thema Armenien ist in ihren Arbeiten stets präsent und wird auf verschiedene Art und Weise zum Ausdruck gebracht. Es spiegelt sich in der nationalen Farbgebung ihrer Keramik und in den Figuren wider, die die Grundlage ihres Kunstwerkes bilden. In ihren Werken finden sich fantastische Motive der armenischen Folklore, Sprüche und Mythen aus den Märchen und der Geschichte des Landes wieder.

„Taube“ / dekoratives Gefäß, Porzellan, Glasur, 1954

Das Atelier von Hripsime Simonjan

Hripsime Simonjan bezieht sich ausser der Folklore auch auf die klassische armenische Literatur: die Poesie von Sayat Nova, Hovhannes Tumanjans Werk, Avetik Isahakjans zarte und extravagante Lyrik, die leidenschaftliche Welt der Charaktere von Tscharents.

Die Bildhauerin hatte von 1950 bis 1958 regen Kontakt zu berühmten armenischen Persönlichkeiten und schuf eine Reihe von Skulpturen, darunter von Aram Khachaturian, Konstantin Saraj, Avetik Isahakjan, Stepan Zorjan, Zinaida Palli und Ruben Paronjan.

„Uzundara Tanz“, Porzellan, Glasur/1956

Die Werke von Hripsime Simonjan werden in der Nationalgalerie Armeniens, in den Hausmuseen von Hovhannes Tumanjan und Avetik Isahakjan, im Kuskovo-Keramikmuseum, im Kunstmuseum der Völker des Ostens in Jerewan, im Ethnografischen Museum von St. Petersburg und anderswo aufbewahrt.

                      

„Die Freundinnen“, Ton, Glasur / 1962

„Armenuhi“, Ton, Glasur/1968. Ein Geschenk von Hripsime Simonyans Familie an die Stadt.

      

Hripsime Simonjan in der Porzellanfabrik in Jerewan/1949-1950

Dekorative Skulptur “Das Mädchen aus Wan“. Ton, Glasur/ 1969 

 

Foto: Familienarchiv und Nationalgalerie von Armenien

Artikel: Arevik Grigorjan

Details

Beginn:
Juli 11
Ende:
Juli 13